Robert Stadlober

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Das wahre Leben des jungen Stadlober könnte durchaus Vorliebe für seine Filme sein: Genauso wenig reibungslos wie es für seine Filmfiguren im (Schul)-Alltag läuft, ergeht es dem Teenager selbst: Mit den Lehrern steht der punkige Klassenclown, der die Waldorf-Schule besucht, aufs Kriegsfuß. In der Angst, "dass die Filmerei Robert die Seele rauben könnte" wird er mehr oder weniger von der Schule geschmissen. Seine Schulkarriere endet ohne Abschluss mit 16, dafür beginnt eine erfolgversprechende Filmkarriere.

Auf Anregung seiner Mutter sammelt Robert Stadlober, der 1982 im österreichischen Friesach geboren wird, erste Erfahrungen als Synchronsprecher. Mit fünfzehn Jahren ist er mit einer Nebenrolle in der Serie „Der letzte Zeuge“ das erste Mal im Fernsehen zu sehen. Es folgen Gastrollen in zahlreichen Krimis sowie in der Komödie „Kai Rabe gegen die Vatikankiller“. Seinen ersten großen Erfolg feiert der Jung-Schauspieler als Rolling-Stone-Fanatiker Wuschel in Leander Haußmanns Kinodebüt „Sonnenallee“.

Mit „Crazy“ gelingt ihm schließlich der Durchbruch. In der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Benjamin Lebert hat Stadlober in der Rolle des behinderten Teenagers Benni mit den ersten Hormonstürmen zu kämpfen. Seine überzeugende Darstellung des pubertierenden Internatschülers bringt ihm bei Kritikern allerhand Lorbeeren und erste Filmpreise ein.

An der Seite von Jana Pallaske ist der 19-Jährige in Vanessa Jopps Sozial-Drama „engel + joe“ (2001) auf der Leinwand zu sehen. „Der Film zeigt 'Hey, you can do it!' Nämlich kompromisslos und leidenschaftlich leben. Eltern können hier von ihren Kindern lernen. Kinder sind nicht die Deppen, für die ihre Eltern sie halten“, kommentiert Stadlober sein jüngsten Film. In dem Kurzfilm „Klaustrophobie“ spielt er einen jungen Schauspieler namens Klaus, für den die Biographie der Schauspiel-Legende Klaus Kinski Pate gestanden hat.

Viele Filme und Auszeichnungen (Bayrischer Filmrpeis 2000, Preis beim Internationalen Filnfestival Montreal 2002, Undine Award 2007, etc.) später, wird 2008 sein neuester Film „Krabat“, eine Verfilmung des Romans von Otfried Preußler, anlaufen.

Robert Stadlober
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