Christiane Karg

Sopran

Die Sopranistin Christiane Karg, in Feuchtwangen (Bayern) geboren, erhielt ihre Gesangsausbildung am Salzburger Mozarteum bei Heiner Hopfner, sowie in der Liedklasse von Wolfgang Holzmair. Nach einem Aufenthalt am Konservatorium von Verona machte sie am Mozarteum ihren Abschluss im Fach Oper/Musiktheater, wofür man ihr die Lilli-Lehmann-Medaille verlieh.

2009 wurde sie von der Zeitschrift Opernwelt zur Nachwuchskünstlerin des Jahres gewählt. Im Oktober 2010 erhielt Christiane Karg den renommierten Musikpreis „Echo Klassik“ der Deutschen Phono-Akademie für ihre erste bei Berlin classics erschienene Lied-CD Verwandlung - Lieder eines Jahres (am Klavier: Burkhard Kehring).

Bereits im Jahr 2006 gab Christiane Karg ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen in den Mozart-Partien Melia („Apollo et Hyacinthus“) und Weltgeist („Die Schuldigkeit des ersten Gebots“). 2007 war sie dort als Mademoiselle Silberklang in „Der Schauspieldirektor“ zu hören. Nach einem Engagement im Hamburger Opernstudio wechselte sie im Herbst 2008 als Ensemblemitglied an die Oper Frankfurt, wo sie nun die wichtigen Rollen ihres Fachs singt: darunter Susanna, Musetta, Pamina und Servilia. Mit einer vielbeachteten Interpretation des Ighino in Pfitzners „Palestrina“ unter Simone Young war sie im Sommer 2009 an der Bayerischen Staatsoper zu erleben. Nach ihrem Erfolg als Musetta in Andreas Homokis Neuinszenierug von „La Bohème“ an der Komischen Oper Berlin kehrte sie Anfang 2010 als umjubelte Norina in einer Neuproduktion von „Don Pasquale“ an dieses Haus zurück.

Im Sommer 2010 stand sie als Amor in Dieter Dorns Gluck-Inszenierung von „Orfeo ed Euridice“ unter der Leitung von Riccardo Muti wieder auf der Bühne der Salzburger Festspiele. In der Spielzeit 2010/2011 ging die Künstlerin erstmals mit der Glyndebourne Touring Opera auf Reisen (als Poppea in Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“). Außerdem gastierte sie erneut am Theater an der Wien in Rameaus Oper „Castor und Pollux“ (Partie Télaire) in einer Neuinszenierung von Mariame Clément unter Christophe Rousset. In Wien war sie u. a. schon als Ismene in Mozarts „Mitridate“ zu hören. Die Saison beendet Christiane Karg als Zerlina in Mozarts „Don Giovanni“ wiederum in Salzburg.

Auch auf dem Konzertpodium hat sich Christiane Karg schon früh profiliert. Darunter herausragend der Sommer 2009, als sie mit Nikolaus Harnoncourt und dem Concentus Musicus in Haydns „L’isola disabitata“ im Wiener Musikverein zu hören war. 2010/2011 trat sie mit der Staatskapelle Dresden unter Leitung von Daniel Harding in New York und Philadelphia auf (Brahms-Requiem), in Salzburg sang sie Mozarts Requiem unter Leitung von Jérémy Rohrer, und im Frühjahr 2011 führte sie Mahlers „Vierte Symphonie“ u. a. mit dem NDR Symphonieorchester unter Leitung von Christoph Eschenbach wie auch auf einer Spanientournee mit dem Orquesta Sinfonica de Euskadi unter Leitung von Andrés Orozco-Estrada auf.

Auch 2011/2012 hält schöne Herausforderungen bereit, so u. a. Mozarts „Requiem“ unter Manfred Honeck in Kopenhagen, Haydns „Jahreszeiten“ unter Paul McCreesh in London, Mozart-Arien unter Marek Janowski beim OSR in Genf und Mahlers „8.Sinfonie“ unter Josep Pons in Madrid.

Mit besonderer Leidenschaft widmet sich Christiane Karg dem Liedgesang - zuletzt mit Wolfram Rieger im Mai 2010 in Hohenems. In der laufenden Saison sind Liederabende u. a. beim Beethoven-Fest in Bonn, dem Deutschlandfunk Köln, dem Musikverein Wien (Begleiter Malcolm Martineau) und erstmals bei der Schubertiade in Schwarzenberg (mit Wolfram Rieger) geplant.

© Steven Haberland
Konzerte 2012
Liebe Familie
22.06.2012 20:00
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