Der gebürtige Niederösterreicher erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Knabenchor des bischöflichen Seminars in Hollabrunn, ehe er sein Gesangsstudium am Konservatorium der Stadt Wien begann. Noch während seines Studiums wurde der gerade erst 20-Jährige an das Landestheater Salzburg engagiert, wo er als Gugliemo in Mozarts „Così fan tutte“ sein Bühnendebüt absolvierte.
Im Rahmen internationaler Gesangswettbewerbe (Hugo-Wolf-Wettbewerb, Belvedere-Wettbewerb, Schubert-Wolf-Wettbewerb) wurden ihm Preise zuerkannt, die den jungen Sänger sehr rasch auch als Konzertsolist etablierten. Der fortan freiberufliche Künstler stieg zu einem der anerkanntesten Interpreten von weltlicher und sakraler Konzertliteratur auf. Nach seiner ersten Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt im Rahmen der Produktion von Purcells „Dido und Aeneas“ am Salzburger Landestheater blieb Anton Scharinger bis auf den heutigen Tag einer der zentralen Interpreten in Konzerten, Bühnenproduktionen, CD- und DVD-Produktionen dieses Dirigenten.
Seine internationale Laufbahn als Opernsänger hat ihre besondere Wertigkeit durch Auftritte an der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper, der Zürcher Oper, aber auch an den Opernhäusern in Amsterdam, Hamburg, Paris, Rom, Chicago, San Francisco, Venedig und Buenos Aires sowie bei den Festspielen in Salzburg, Aix-en-Provence und Glyndebourne.
Auf dem Konzertpodium reicht sein vielfältiges, kaum umfassend wiederzugebendes Repertoire von den Bach-Passionen bis hin zur Moderne. Anton Scharinger wurde vom österreichischen Bundesministerium für Unterricht und Kunst für seine Mozart-Interpretation (1995) und für seine Mozart-Einspielungen (2002) mit Würdigungspreisen ausgezeichnet.