Othmar Müller

Violoncello

Der 1963 geborene Cellist Othmar Müller studierte in seiner Heimatstadt Wien und beim LaSalle-Quartet in Cincinnati (USA).

Als Cellist des Artis-Quartetts, das er 1980 mitbegründete, trat er weltweit in den wichtigsten Metropolen auf und nahm an den bedeutenden Musikfestivals teil. Seit 1988 ist das Artis-Quartett jährlich mit einem eigenen Konzertzyklus im Wiener Musikverein präsent.

Viele der über 30 bislang entstandenen CDs wurden mit Schallplattenpreisen wie Grand Prix du Disque, Prix Caecilia, Diapason d'Or, Wiener Flötenuhr, Echo Klassik und MIDEM Award ausgezeichnet.

Abseits des Quartetts gibt Othmar Müller regelmäßig Meisterkurse in den USA, Hong Kong, Italien, Frankreich, Österreich und beim Casals-Festival Prades. An der Musikuniversität Graz unterrichtete er Kammermusik und leitet jetzt eine eigene Celloklasse am Haydn-Konservatorium Eisenstadt.

In den letzten Jahren tritt Othmar Müller verstärkt solistisch und im Duo in Erscheinung (u. a. posthume Uraufführung von Gottfried von Einems „Musik für Cello solo“ und Uraufführung des Cellokonzerts von Herwig Reiter im Berliner Konzerthaus). 2006 folgten Uraufführungen von Holmer Becker in Nürnberg und die Erstaufführung der wiedergefundenen Cellosonate, sowie die Uraufführung der „3 Stücke für Cello und Klavier“ von Alexander Zemlinsky im Wiener Musikverein. Die Zemlinsky Sonate, die 3 Stücke und das Klarinettentrio wurden auch für NAXOS eingespielt. Anlässlich des Haydn-Jahres erschien bei CAMERATA Tokyo eine Aufnahme der Haydn-Cellokonzerte. Eine CD mit Cellosonaten von Webern, Weigl und Johanna Müller-Hermann wurde 2011 veröffentlicht.

Sein Violoncello von Andrea Amati, Cremona 1573, ist eine Leihgabe der Instrumentensammlung der Österreichischen Nationalbank.

Foto: Lukas Beck
Konzerte 2012
Bach & Söhne
24.06.2012 11:00