Johannes Silberschneider

Schauspieler
als Mozart
als Mozart/Buff

Der aus Mautern in der Obersteiermark stammende Johannes Silberschneider studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Sein erstes Theaterengagement führte Johannes Silberschneider von 1983 bis 1985 an das Schauspielhaus Zürich. Es folgten Engagements an zahlreichen Bühnen im deutschsprachigen Raum, u. a. Theater Neumarkt, Staatstheater Stuttgart, Schauspielhaus Hamburg, Hamburger Kammerspiele, Bayerisches Staatsschauspiel München und Berliner Ensemble. Er arbeitete mit Regisseuren wie Hans Hollmann, Peter Palitzsch, Dieter Giesing, August Everding, Peter Zadek und Ruth Drexel. Er ist Ensemblemitglied am Münchner Volkstheater und dort seit 2007 als Kommissar Schilf (Regie: Bettina Bruinier) zu sehen.

Seine abwechslungsreiche und internationale Film- und Fernsehkarriere begann Johannes Silberschneider 1981 mit Axel Cortis Fernsehfilm An uns glaubt Gott nicht mehr, dem ersten Teil der TV-Trilogie Wohin und zurück, in dem er an der Seite von Armin Mueller-Stahl und Fritz Muliar spielte. Es folgten über 60 weitere Fernsehrollen, u. a. Tigermännchen sucht Tigerweibchen von Michael Kreihsl (2001), Im Namen des Herrn (2003), Helen, Fred und Ted (2005), Mutig in die neuen Zeiten (2005), sowie Tatort und Schnell ermittelt. In der ORF-Serie Trautmann spielte er den Sandler Rudi (2001–2004), in der ZDF-Serie Luginsland den Kommissar Dobler. An der Seite von Ben Kingsley drehte Johannes Silberschneider den Fernsehzweiteiler Anne Frank – The Whole Story (2001), der mit einem Emmy-Award ausgezeichnet wurde. Mit Laetitia Casta stand er in der Romanverfilmung Luisa Sanfelice der Gebrüder Taviani (2004) vor der Kamera, und unter der Regie von Harald Sicheritz spielte er in Zwölfeläuten (2000) und in 11er Haus (2004). 2011 war er in Rommel (Niki Stein), Der Mediator - Die Hölle sind wir (Harald Sicheritz), Oben ohne (Reinhard Schwabenitzky), sowie Soko Donau und Tatort zu sehen.

Seit den 1990er-Jahren ist Johannes Silberschneider in zahlreichen internationalen Kinofilmen präsent. Unter der Regie von Herbert Achternbusch drehte er Niemandsland (1991) und I know the way to the Hofbräuhaus (1992), im preisgekrönten Film Charms Zwischenfälle (1996) von Michael Kreihsl übernahm er die Hauptrolle. Es folgten u. a. Männerpension (Detlev Buck), Das Schloss (Michael Haneke) und Silentium (Wolfgang Murnberger). In La niña de tus ojos (Fernando Trueba) war er als Joseph Goebbels an der Seite von Penelope Cruz zu sehen. Zudem wirkte Johannes Silberschneider in Virgil Widrichs Kurzfilm Copy Shop mit, der 2002 für den Oscar nominiert wurde. Zuletzt spielte er Gustav Mahler im Kinofilm Mahler auf der Couch von Percy und Felix Adlon (2009) und Hans Moser in Jud Süß von Oskar Roehler (2009).

2012 ehrt ihn die Diagonale mit dem Großen Diagonale-Schauspielpreis für Verdienste um die österreichische Filmkultur.

Foto: Lupi Spuma
Konzerte 2012
Mozart im Prater
11.07.2012 19:00
Mozart und die Weberischen
18.07.2012 19:00