David Munderloh
Der aus San Francisco stammende Tenor David Munderloh lebt heute in der Schweiz. Sein Repertoire umfasst Werke aus den unterschiedlichsten Epochen, von englischen Lautenliedern der Renaissance bis hin zu Liedern des 19. Jahrhunderts. Auch in der zeitgenössischen Musik ist er zu Hause; dies belegt u. a. der „Grammy“ für seine CD mit „Chanticleer” im Jahre 2000.
David Munderloh ist Preisträger beim „Clermont-Ferrand International Singing Competition“ 2004 mit anschließendem Konzerten im Rahmen der Centre Lyrique d'Auvergne und in Paris unter Jean-Claude Malgoire.
Ein Fulbright-Stipendium ermöglichte ihm eine 3-jährige Weiterbildung zur Vertiefung der Kenntnisse in historischer Aufführungspraxis an der renommierten Schola Cantorum Basiliensis, wo er mit einem Masters Diplom abschloss. Er studierte bei Gerd Türk und bei Hans-Joachim Beyer (Leipzig). Wertvolle Anregungen zur Gestaltung des englischen Lautenlieds gab ihm vor allem Anthony Rooley.
David Munderloh erhält regelmäßig Anfragen für Solopartien in Oratorien; die Tenor-Partien Händels sind ihm ein besonderes Anliegen. In Konzerten und Aufnahmen hat er mit der „Neuen Hofkapelle München“ (Christoph Hammer), „American Bach Soloists“ (Jeffrey Thomas) der „J.S. Bachstiftung“ (Rudolf Lutz), „La Chapelle Rhénane“ (Benoît Haller) und mit den Barockorchestern „Capriccio Basel“, „Die Fritags Akademie“, „Berlin Baroque“ und „Ricercar Consort“ unter Philippe Pierlot musiziert.
Als langjähriges Mitglied des amerikanischen Ensembles „Chanticleer“ arbeitete er mit vielen namhaften Orchestern u. a. dem „St. Paul Chamber Orchestra“ (Christopher Hogwood und Hugh Wolf), dem „San Francisco Symphony Orchestra“ und den „New York Philharmonic“ (Emil de Cou) und konzertierte in The Kennedy Center (Washington D.C.), New Yorks Lincoln Center, Londons Wigmore Hall und dem Concertgebouw (Amsterdam).
Auf der Opernbühne erhielt er u. a. Beifall als The Madwoman in Benjamin Brittens Kammeroper „Curlew River“, sowie als Acis und als Damon in Händels „Acis und Galatea“, Don Ottavio (Don Giovanni) und als Pilade in Händels Pasticcio „Orest“.
Neben der Solokarriere legt David Munderloh Wert auf das Singen in Vokalensembles. So ist er immer wieder mit dem „Ensemble Gilles Binchois“ unter Dominique Vellard zu hören, gastierte in Anthony Rooleys „Consort of Musicke“, dem „Collegium Vocale Gent“ (Philippe Herreweghe) und hat regelmäßig Konzertverpflichtungen bei „The Harp Consort“ mit Andrew Lawrence-King und „La Grande Chapelle“ (Madrid).
David Munderloh ist auf zahlreichen Aufnahmen zu hören. Es erfolgten Radio- und Fernsehübertragungen; Konzertreisen führten den Tenor in die USA, in die meisten europäischen Länder und oft nach Fernost.
