Eszter Haffner
Eszter Haffner, 1969 in Budapest geboren, begann ihren musikalischen Lebensweg mit knapp sieben Jahren und kam bereits mit dreizehn in die Begabten-Klasse an der Budapester Musikakademie zu Professoren wie András Kiss, Ferenc Rados und György Kurtág. Nach dem Abschluss ihres Studiums in Budapest setzte sie dieses an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Gerhard Schulz und Josef Sivó fort und erhielt 1993 ihr Diplom mit der höchsten Auszeichnung und dem Würdigungspreis des Kulturministeriums. 1995 absolvierte sie in Holland ein Gaststudium bei Viktor Libermann und Philip Hirschhorn sowie 1987-1995 verschiedene Meisterkurse bei Lorand Fenyves, Sándor Végh, Alberto Lysy, Tibor Varga und Igor Ozim.
Eszter Haffner war Stipendiatin der Alban-Berg-, der Martha-Sobotka-, der Erasmus-, der Janecek- und der Ziehrer-Stiftung in Wien, sowie des PE Förderkreises in Mannheim. Zu den wichtigsten Wettbewerben, die sie gewann, zählen u. a. der Koncz János Violinwettbewerb in Szombathely (1980), Concertino Praha (1982), Jugend musiziert (1984), der Internationale Kammermusikwettbewerb in Trapani (1989), der Internationale Kammermusikwettbewerb in Caltanissetta und Trapani (1990), sowie der Stefanie Hohl Violinwettbewerb in Wien (1992).
Sie feierte ihr Konzertdebüt im Jahr 1991 im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins unter der Leitung des Dirigenten Karl Österreicher. 1991 wurde ihr für ihre künstlerische Tätigkeit die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen.
Ihr aktives Repertoire reicht von Bach bis Penderecki, und sie ist ständiger Gast bei unzähligen Musikfestivals (Menuhin Festival Blonay, Festival Sion, Prussia Cove Festival, Brighton Festival, Römerberg Festival, Gendarmenmarkt-Festival, Bates Festival USA, Montana Festival, Kezar Falls Festival, Brahms Tage Mürzzuschlag, Neuberger Kulturtage, Bregenzer Festspiele, Schubertiade, St. Gallen Festival, Klangbogen Wien Porto Gruaro Festival, Cervantino Festival Mexico, Festival Tamaulipas Mexico, Festtage Rapottenstein, Haydn Festspiele Eisenstadt, styriarte Graz, Macau Festival, Vienna Festival Hongkong, Taipei Festival, Casals Festival in Prades und Villa Musica/Rheinland-Pfalz).
Als Solistin und Kammermusikerin (Violine und Bratsche) musiziert Eszter Haffner mit Künstlern wie Gerhard Schulz, Hagai Shaham,Thomas Kakuska, Valentin Erben, Clemens Hagen, Wolfgang Schulz, Alexander Lonquich, Alexei Lubimov, François Benda, Pamela Frank, Christian Altenburger, Leonard Hokasch, Altenberg Trio, Haydn-Trio, Franz Bartolomey, Artis Quartett, Stefan Vladar, Lars Anders Tomter, Patrick Demenga, Wiener Streichsextett, Ulf Rodenhäuser, Martin Ostertag, Melvyn Tan, Elisabeth Leonskaja, Markus Schirmer, Bruno Pasquier, Philliphe Mueller, Michel Lethiec, Hartmuth Rhode, Michael Martin, Arto Noras, Wladimir Mendelssohn, Ulf Wallin, Roland Pöntinen, Nicolas Chumachenco und Dirigenten wie Marko Letonja und Adam Medveczky.
Als Pädagogin sammelte sie vor ihrer Berufung Erfahrungen an der Wiener Universität für Musik, Dozentin für Kammermusik von 1996-1999, als Vertragslehrerin und Assistentin in der Klasse von Gerhard Schulz von 1999-2002, sowie bei Violin- und Kammermusikkursen (Neuberger Kulturtage, Casals Festival in Prades, Villa Musica/Rheinland-Pfalz, Masterclasses Montana, Bates College in Bozeman USA, Honkong, Taiwan und an der Toho Universität Tokio).
Im Jahr 2002 wurde sie als Professorin an die Kunstuniversität Graz berufen, wo sie eine Konzertfach Violinklasse leitet. 1993 gründete sie mit Teresa Turner Jones und Rudolf Leopold das Haffner Trio und hat mit diesem Ensemble mehrere CDs mit Werken von Martinu, Kodaly, Schönberg, Beethoven, Schubert, Brahms und Mozart aufgenommen. Weiters spielte sie Mozarts Sinfonia Concertante (mit Bettina Gradinger) und im Auftrag der Österreichischen Nationalbank eine CD mit Schubert, Schumann und Eisler (mit Christian Schuster) ein.
